NATIONALES KOORDINATIONSORGAN

Das Nationale Koordinationsorgan (NKO) wurde 2007 auf Anstoss der KKJPD gegründet und löste das Nationale Steuerungsorgan für die Polizeiausbildung ab, welches im Rahmen des BGK ins Leben gerufen wurde.

Das NKO wird vom Direktor des SPI präsidiert und hat folgende Aufgaben:

  • der KKJPD konkrete Ausbildungsstrategien vorzuschlagen
  • die Polizeiausbildung zu koordinieren und deren Qualität zu gewährleisten
  • eine gesamtschweizerische Unité de doctrine sicherzustellen
  • die Bedürfnisse der Grundausbildung sowie der Weiterbildung von Kadern, Ausbilder/innen und Spezialist/innen zu erheben und diesen mit entsprechenden Ausbildungen nachzukommen

 

 

Damit das NKO seinen Auftrag erfüllen kann, stützt es sich auf sechs Fachkommissionen, welche spezifische Aufgaben (weiter unten ausgeführt) zu erfüllen haben:

  • Prüfungskommission (PK)
  • Weiterbildungskommission (WBK)
  • Lehrmittelkommission (LMK)
  • Kommission Soziale Kompetenzen (KSK)
  • Prüfungskommission Sprengen (PKS)
  • Kommission Eigensicherung (KES)

Die HE Arc in Neuchâtel, die Staatsanwaltsakademie (Uni Luzern), die 3 Regionalen Ausbildungszentren der deutschen Schweiz und das Ausbildungszentrum Tessin sind mit je einem Mitglied vertreten. Die Romandie ist mit dem Koordinator der Westschweizer Schulen vertreten.

 

PK

Prüfungskommission –​ PK

Die Prüfungskommission (PK) hält jährlich sechs Sitzungen ab. Sie stellt den einheitlichen Ablauf der Prüfungen in der ganzen Schweiz, deren konstante Verbesserung und die Einhaltung der geltenden wirtschaftlichen Grundlagen sicher.

Die Zusammensetzung und die Aufgaben der PK sind in den Reglementen über die Berufsprüfung und die höhere Fachprüfung für Polizist/Polizistin festgelegt. Sie ist das Bindeglied zwischen dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und den zuständigen Polizeiorganen sowie den regionalen und nationalen Prüfungskreisen.

Ihre Tätigkeit wird vom SPI in seiner Eigenschaft als Koordinationszentrum massgeblich unterstützt.

Die PK hat die Aufgabe:

  • die Wegleitung zum Prüfungsreglement auszustellen
  • auf Antrag der Kreiskommissionen Datum und Ort der Prüfungen festzulegen
  • das Prüfungsprogramm zu bestimmen
  • Anträge der Kreiskommissionen zu behandeln
  • die Rechnungsführung und Korrespondenz zu besorgen
  • Prüfungsexpert/innen anzuerkennen

 

Der Präsident der Prüfungskommission ist Stefan Aegerter, Leiter Eidg. Prüfungen und Qualitätsmanagement SPI.

WBK

Weiterbildungskommission  WBK

Die Weiterbildungskommission (WBK) setzt sich unter Beachtung der Sprachregionen paritätisch aus Mitgliedern der Konkordate und der kantonalen und städtischen Polizeikorps zusammen. Sie stellt die Entwicklung der Weiterbildung sicher und kommt neuen Bedürfnissen der Polizeikorps nach, indem sie Kurse für die Polizei und ihre Partnerorganisationen organisiert oder koordiniert.

Die WBK hat die Aufgabe:

  • laufend die gesamtschweizerischen Weiterbildungsbedürfnisse der Polizei in den Bereichen Kaderausbildung, Ausbildung von Ausbilder/innen und Spezialist/innen zu analysieren
  • neue Aus- und Weiterbildungsbedürfnisse zuhanden des SPI zu prüfen
  • neue Ausbildungskurse auf schweizerischer Ebene (mind. 2 Sprachen) zu genehmigen
  • bei Bedarf Arbeitsgruppen einzusetzen
  • Anträge an das Nationale Koordinationsorgan zu stellen

 

Der Präsident der Weiterbildungskommission ist Jürg Wobmann, Kommandant der Kantonspolizei Nidwalden.

LMK

Lehrmittelkommission  LMK

Die Lehrmittelkommission (LMK) setzt sich unter Beachtung der Sprachregionen paritätisch aus Mitgliedern der Konkordate, der kantonalen und städtischen Polizeikorps sowie der Ausbildungszentren zusammen. Sie stellt die Entwicklung von aktuellen Lehrmitteln für die Grundausbildung und Weiterbildung sicher, indem sie neuen Bedürfnissen der Polizeikorps und Ausbildungszentren nachkommt.

Die LMK hat die Aufgabe:

  • Bedürfnisse auf nationaler Ebene an polizeilichen Lehrmitteln (Handbüchern, Reglementen, Hilfsplattformen usw.) für die Grundausbildung und Weiterbildung in drei Sprachen zu ermitteln
  • bei der Auswahl der Autor/innen, der Autorengruppen und der Leserbeiräte (Qualitätssicherung) für die publizierten Lehrmittel mitzuwirken
  • zur Wertsteigerung ihrer Lehrmittel im In- und Ausland beizutragen
  • die Erstellung der Lehrmittel zu planen und die diesbezüglichen Aufgaben zuzuteilen
  • bei Bedarf Arbeitsgruppen ins Leben zu rufen
  • Lehrmittel aus dem Ausland oder aus dem privaten Bereich zu evaluieren, um sie gegebenenfalls als Referenzwerke anzugeben
  • die Unité de doctrine in den drei Sprachen zu gewährleisten
  • ihre Tätigkeiten dem Nationalen Koordinationsorgan zu berichten und, falls notwendig, Unterstützung beantragen

 

Der Präsident der Lehrmittelkommission ist Reto Cavelti, Kommandant der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden.

KSK

Kommission Soziale Kompetenzen  KSK

Die Kommission Soziale Kompetenzen (KSK) setzt sich unter Beachtung der Sprachregionen paritätisch aus Mitgliedern der Konkordate und der kantonalen und städtischen Polizeikorps zusammen. Sie stellt die Harmonisierung der Kompetenzen in den Bereichen „Psychologie“ und „Menschenrechte“ sowie im Bereich „soziale und zwischenmenschliche Kompetenzen“ im weiteren Sinn sicher. Die KSK ist auf der Ebene der Grundausbildung wie auch in der Weiterbildung der Polizisten aktiv. Ihre Tätigkeiten stimmt sie mit denjenigen der WBK und der LMK ab.

Die KSK hat die Aufgabe:

  • Weiterbildungsbedürfnisse der Polizei auf nationaler Ebene in den Bereichen „soziale und zwischenmenschliche Kompetenzen“, „Menschenrechte und Berufsethik“ und „Deontologie“ zu ermitteln
  • in Zusammenarbeit mit der WBK neue Bedürfnisse zu definieren und das Kursangebot so zu planen, dass es diesen nachkommt
  • das Kursangebot für die drei Sprachregionen zu koordinieren, unter Berücksichtigung der bestehenden Angebote von Korps, Konkordaten und Regionalen Ausbildungszentren
  • zum Austausch zwischen Referenten und Spezialisten der obengenannten Fachbereiche im In-und Ausland beitragen
  • bei Bedarf Arbeitsgruppen ins Leben zu rufen

 

Der Präsident der Kommission für Soziale Kompetenzen ist Gerhard Lips, Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt.

Prüfungskommission Sprengen  PKS

Die Hauptaufgabe der Prüfungskommission Sprengen (PKS) besteht darin, sämtliche Ausbildungslehrgänge für Polizisten im Bereich „Sprengen“ zu überwachen. In erster Linie ist sie für die Organisation der Prüfungen zuständig. Des Weiteren anerkennt sie unter Beachtung der eidgenössischen Gesetzgebung die diversen Zeugnisse der Spezialist/innen und ist Bindeglied zur Aufsichtsbehörde, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI.

Die PKS hat die Aufgabe:

  • die Wegleitung zum Ausbildungs- und Prüfungsreglement zu erlassen und zu revidieren
  • sicherzustellen, dass die Kurs- und Prüfungsunterlagen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen
  • die Kurse und Prüfungen durchzuführen
  • die Kurs- und Prüfungsgebühren sowie das -programm festzulegen
  • die Anmeldungen zu den Kursen und Prüfungen entgegenzunehmen
  • über die Zulassung zu den Kursen und Prüfungen sowie die Erteilung des Ausweises zu entscheiden
  • Anträge und Beschwerden zu behandeln sowie Disziplinarfälle zu erledigen
  • Bewerber/innen und das SBFI über das Kurs- und Prüfungsprogramm zu informieren
  • die Infrastruktur für die Kurse und Prüfungen sicherzustellen
  • die Lehrkräfte resp. die Prüfungsexpert/innen zu bestimmen

 

Der Präsident der Prüfungskommission Sprengen ist Stefan Aegerter, Leiter Eidg. Prüfungen und Qualitätsmanagement SPI.

KES

Kommission Eigensicherung  KES

Die Kommission Eigensicherung (KES) setzt sich unter Beachtung der Sprachregionen paritätisch aus Mitgliedern der Konkordate und der kantonalen und städtischen Polizeikorps zusammen. Sie stellt die Harmonisierung der Kompetenzen, der Praxis und der Techniken im Bereich „Persönlichen Sicherheit“, „Schiessen“ und „Taktisches Verhalten“ sicher. Die KES ist auf der Ebene der Grundausbildung wie auch in der Weiterbildung der Polizisten aktiv. Ihre Tätigkeiten stimmt sie mit denjenigen der WBK und der LMK ab.

Die KES hat die Aufgabe:

  • Aus- und Weiterbildungsbedürfnisse auf nationaler Ebene in den Bereichen „Persönlichen Sicherheit“, „Schiessen“ und „Taktisches Verhalten“ zu ermitteln
  • Die Standards der Aus- und Weiterbildung für die Bereiche „Persönlichen Sicherheit“, „Schiessen“, „Selbstverteidigung“ (mit und ohne Waffe), „Einsatz Reizstoffspray“, „Polizeimehrzweckstock“, „Taser“ usw. zu definieren und zu vereinheitlichen
  • Aus- und Weiterbildungskonzepte zu erarbeiten und damit den Einsatz der Mittel zur persönlichen Sicherheit aufeinander abzustimmen
  • Anträge an das Nationale Koordinationsorgan (NKO) zu stellen

 

Der Präsident der Kommission Eigensicherung ist Stefan Küchler, Kommandant der Kantonspolizei Obwalden.