POLIZEIAUSBILDUNG IN DER SCHWEIZ

Lange Zeit spiegelte die Polizeiausbildung einen schweizerischen Föderalismus wider, der auf all seine Eigentümlichkeiten Rücksicht nimmt. Dank einer Vielzahl an Schulen, die über das ganze Land verstreut waren, konnten die etwa 330 Polizeikorps die Ausbildung genau auf ihre Bedürfnisse abstimmen.

Einen historischen Wendepunkt stellte das Bildungspolitische Gesamtkonzept (BGK) dar. Seither absolvieren die Polizeiaspiranten/-innen ihre Grundausbildung in sechs regionalen Ausbildungszentren. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit dem geschützten Titel „Polizist/Polizistin mit eidgenössischem Fachausweis“.

Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) entwickelte mittels dem «Bildungspolitischen Gesamtkonzept (BGK) 2020» entwickelte die polizeiliche Aus- und Weiterbildung weiter und passte sie den Anforderungen an eine kompetenz- und praxisorientierte Ausgestaltung an. Mit den ersten Schulstarts ab September 2019 geht das Projekt in die Umsetzung.

Das Schweizerische Polizei-Institut nimmt sich seit seiner Gründung 1946 insbesondere der Ausbildung von Kadern und Spezialisten/-innen sowie der Weiterbildung in diversen Nischenbereichen an. Ziel des Instituts war von jeher die Harmonisierung der verschiedenen Praktiken und die Förderung einer Unité de doctrine, vor allem im Bereich des Polizeieinsatzes.