GRUNDAUSBILDUNG

Nach der Annahme des Bildungspolitischen Gesamtkonzepts (BGK) 2004 haben vier regionale Ausbildungszentren (RAZ) in Hitzkirch, Amriswil, Zürich und Giubiasco ihre Tore geöffnet. In der Westschweiz steht die Ausbildung unter der Leitung eines Koordinators und ist dezentralisiert auf zwei RAZ, Colombier und St-Maurice verteilt.

 

 

Die RAZ und ihre Schulen werden auf den folgenden Seiten vorgestellt:

  • Polizeiakademie Savatan
  • Interregionales Polizei-Ausbildungszentrum IPAZ/CIFPol
  • Interkantonale Polizeischule Hitzkirch – IPH
  • Polizeischule Ostschweiz
  • Centro di Formazione della Polizia Giubiasco – CFP
  • Zürcher Polizeischule – ZHPS

 

Polizeiakademie Savatan
 

„Der Polizist handelt so, wie er ausgebildet wurde. Es muss deshalb so ausgebildet werden, wie er handeln soll.

Dieser pädagogische Grundsatz ist die Basis der Führungslinie der Polizeiakademie, die auf dem Felsen von Savatan in St-Maurice angesiedelt ist. Sie wurde 2004 gemeinsam von den Kantonspolizeien Wallis und Waadt sowie der Stadtpolizei Lausanne gegründet. Seit Oktober 2016, weden auch die Genfer Aspiranten/innen in Savatan ausgebildet.

Die Polizeiakademie vermittelt die Grundausbildung, welche zum Eidgenössischen Fachausweis für Polizist/Polizistin führt. Entsprechend den Bedürfnissen der verschiedenen Polizeikorps und der schweizerischen Sicherheitslandschaft deckt das Angebot ausserdem Bereiche der beruflichen Weiterbildung ab. Die Akademie stellt für einen Teil der Polizeikorps und Gemeinden der Westschweiz die Ausbildung der Sicherheitsassistent/innen sicher.

Zudem bildet sie in Zusammenarbeit mit der Militärischen Sicherheit der Armee auch Militärpolizist/innen aus. Sie pflegt enge Beziehungen zu anderen polizeilichen Ausbildungszentren, namentlich zur Gendarmerie Française, und leitet Kooperationsprojekte im Bereich „Sicherheit“ mit europäischen Ländern, wie z.B. mit Rumänien.

Der Direktor und Chef der Akademie wird von einem Stabschef, einem Ausbildungsverantwortlichen und einem administrativen Chef unterstützt. Der Direktionsrat unter dem Vorsitz des Walliser Regierungsrats Oskar Freysinger umfasst seine Waadtländer Kollegin Béatrice Métraux, die drei Kommandanten der Polizeikorps Wallis, Waadt und Lausanne, die Kommandantin des Polizeikorps Genf, den Präsidenten der Direktorenkonferenz der Waadtländer Gemeindepolizeien, den Direktor der "Ecole des sciences criminelles" der Universität Lausanne und den Chef der Finanzabteilung der Kantonspolizei Waadt. Die Entwicklungsstrategie der Polizeiakademie Savatan wird von diesem Rat ausgearbeitet und gelenkt.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.academie-de-police.ch

Interregionales Polizei-Ausbildungszentrum IPAZ/CIFPol
 

„Eine Geschäftsleitung, ein Zentrum, zwei Schulen...“

Das Interregionale Polizei-Ausbildungszentrum (IPAZ/CIFPol) bildet die Aspiranten/-innen der Kantone Freiburg, Neuenburg und Jura sowie polizeiliche Sicherheitsassistenten/-innen aus.

Nachdem die Polizeiaspirantenschule Freiburg (PAS) und die École régionale d’aspirants de police (ERAP) in Colombier bereits eng zusammengearbeitet hatten, um die Ausbildung möglichst zu harmonisieren, unterzeichneten die drei Kantone am 24. September 2015 eine Vereinbarung, mit welcher die Gründung einer gemeinsamen Polizeischule formell wurde.

Die offizielle Eröffnung des IPAZ fand am 8. November 2016 statt. Dank der verstärkten Zusammenarbeit unter der Führung einer gemeinsamen Geschäftsleitung  können die drei Kantone ihre Best Practices teilen und profitieren so von Synergien sowie mehr Effizienz und Wirksamkeit. Um den 50 bis 60 Personen Praxisnähe, Qualität und Kosteneffizienz, eine zweisprachige Ausbildung und ein kohärentes Umfeld zu gewährleisten, wird der Unterricht auch ab 2017 an beiden Schulstandorten weitergeführt. 

 

Schule in Colombier (NE)

Die Schule in Colombier, welche sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Neuchâtel befindet, ist geografisch ideal zwischen dem See und den Wäldern des Jura gelegen. 
Ihren Aspiranten/-innen stehen viele Übungsmöglichkeiten zur Verfügung, welche im Raum Neuchâtel angesiedelt sind, z.B. das Stadt- und dessen Randgebiet, öffentliche Gebäude, industrielle Räumlichkeiten, Gerichte oder Pflegeheime. Dank dieser Nähe zum Alltagsleben können die Ausbilder die Lernenden direkt in ihrem zukünftigen Arbeitsumfeld ausbilden, ohne auf simulierte Situationen zurückgreifen zu müssen. Dank ihrer Lage ist die Schule in Colombier sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie dem Auto optimal erreichbar.  

 

Schule in Granges-Paccot (FR)

Die Schule in Granges-Paccot befindet sich im Umbruch, da die Kantonspolizei Freiburg in Zukunft auf ein topmodernes Ausbildungszentrum zugreifen kann, dessen Bau bereits begonnen hat.

Im Herzen des Kantons Freiburg und nahe seines Hauptorts und seiner Bevölkerung bietet die Schule in Granges-Paccot eine aussergewöhnliche Erfahrung. Dank einer einzigartigen Ausbildungsstruktur profitieren die Aspiranten/-innen von einem zweisprachigen Unterricht und einem ausgezeichneten Umfeld. Im Allgemeinen wird der Unterricht im Einsatzzentrum der Gendarmerie in Granges-Paccot erteilt. Ab 2018 findet er im neuen Kommandogebäude statt. Die Schule bietet zwei Ausbildungszweige an: Neben Polizisten/-innen der Gendarmerie werden auch Inspektoren/-innen der Kriminalpolizei ausgebildet.

Weitere Informationen sind auf der Webseite des IPAZ/CIFPol.

IPH

Interkantonale Polizeischule Hitzkirch  IPH

 

„Wo die Zukunft der Polizei beginnt.

Die interkantonale Polizeischule Hitzkirch (IPH) ist das grösste Aus- und Weiterbildungszentrum der Polizei in der Schweiz. Sie ist die Ausbildungspartnerin der Polizeikorps der Zentral- und Nordwestschweiz. Jährlich werden zwischen 250 und 300 Kandidat/innen auf ihre zukünftigen Aufgaben als Polizist/in vorbereitet.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

Seminarzentrum Hitzkirch: Mit Sicherheit am richtigen Ort

Das Seminarzentrum verfügt über die grösste und beste Infrastruktur für Sicherheitsausbildungen in der Schweiz und wird in diesem Segment auch international als führend wahrgenommen.

Das Schweizerische Polizei-Institut SPI nutzt diese Infrastruktur unter anderem für die Führungslehrgänge I und II, die Diplomkurse Kriminaltechnik, die Schiesskurse SIMUNITION und die Kurse Eigenschutz durch Kommunikation (EIKO).

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

Organisation

Die IPH Hitzkirch ist eine öffentlich-rechtliche Institution. Auf politisch-strategischer Ebene zeichnet die Konkordatsbehörde verantwortlich, für die Bildungsstrategie ist der Schulrat zuständig und die operativen Geschäfte unterstehen der Direktion.

Polizeischule Ostschweiz

Die Polizeischule Ostschweiz wurde im Jahr 2006 eröffnet und bildet jährlich ca. 90 Schüler/innen zu angehenden Polizist/innen mit eidgenössischem Fachausweis aus.

Unser Einzugsgebiet umfasst die Kantone Appenzell A.Rh., Appenzell I.Rh., Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen und Thurgau, das Fürstentum Liechtenstein sowie die Städte Chur und St.Gallen.

Zum Kernteam der Polizeischule Ostschweiz gehören:

  • Marcus Kradolfer – Direktor
  • Armin Fritsche – Schulleiter
  • Patrick Bacher – Schulleiter
  • Brigitte Halter – Leitung Sekretariat
  • Gabi Hinrichs – Sachbearbeitung Sekretariat

Die strategische und politische Verantwortung für die Polizeischule Ostschweiz liegt bei der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren der Ostschweiz.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.polizeischule-ostschweiz.ch

CFP

Centro di Formazione della Polizia Giubiasc CFP

 

„Für eine Kultur der fachlichen Kompetenz

Die Ausbildungskonzepte und der Anspruch an jeden Polizisten/an jede Polizistin, seine/ihre Kompetenzen stetig weiter auszubauen, sind im Polizeigesetz festgehalten und erweisen sich für Polizist/innen in der immer komplexeren sozialen, ökonomischen und kulturellen Realität als unumgänglich.

Die polizeiliche Ausbildung wird auf kantonaler Ebene von einer Abteilung des Kommandodienstes der Polizei koordiniert und im Polizeiausbildungszentrum Giubiasco (CFP) umgesetzt. Der Auftrag des CFP betrifft folgende Bereiche:

  • Die Grundausbildung der Polizeiaspirant/innen zusammen mit der Kantonalen Polizeischule (SCP). Die Ausbildung, welche die Schule anbietet, hat zum Ziel, bei den zukünftigen Polizist/innen diejenigen Kompetenzen und Qualifikationen zu entwickeln, die sie zur Erfüllung ihres Auftrags benötigen. Dies erfordert nicht nur technische Gewandtheit, sondern auch beachtliche kognitive und soziale Kompetenzen sowie eine stabile Persönlichkeit. Die SCP zeichnet sich zudem durch drei Ausbildungskontexte aus (Schule, Waffenplatz und Polizeiposten), welche die Verbindung zwischen der Arbeitsrealität und der theoretischen Seite der Ausbildung sicherstellen.
  • Die Weiterbildung der fertig ausgebildeten Polizist/innen in Form von Fortbildungen und Spezialisierungen.
  • Die externe Ausbildung und die Auffrischung der Interventionstechniken sowie der Zertifikate, die für den Einsatz der Zwangsmittel benötigt werden, welche zur polizeilichen Ausrüstung gehören.

Als regionales Zentrum bietet das CFP auch Ausbildungsdienstleistungen für andere Polizeikorps, hauptsächlich Gemeindepolizeien, an.

 

Weitere Informationen finden Sie auf den entsprechenden Seiten unter: www.polizia.ti.ch

Zürcher Polizeischule  ZHPS

Am 2. April 2012 hat die Zürcher Polizeischule, getragen von der Kantons- und Stadtpolizei Zürich, ihren Betrieb aufgenommen. Die Stadtpolizei Winterthur, die Kantonspolizei Glarus und die kommunalen Polizeikorps des Kantons Zürich entsenden seither ihre Aspirant/innen ebenfalls an die ZHPS. Die ZHPS startet viermal jährlich einen Lehrgang mit jeweils zwei Klassen. Der Lehrgang dauert inklusive einem dreimonatigen Praktikum im Korps (Modul 3) ein Jahr. Die ZHPS kann maximal 200 Aspirant/innen pro Jahr aufnehmen (8 Klassen).

Das Leitbild der ZHPS lautet:

„Unsere Schule handelt zielorientiert, leistungsorientiert, menschenorientiert, praxisorientiert.“ Die gemeinsame Schule ist für alle eine Selbstverständlichkeit und entspricht in Qualität, Ruf und Innovation den hohen Standards der Zürcher Polizeikorps.

Fachleute aus der Praxis garantieren als Ausbilder/innen eine handlungs- und kompetenzorientierte Grundausbildung. Die dazu nötigen Grundlagen werden solide vermittelt und individuell verarbeitet.

Der Unterricht erfolgt in Klassen mit ca. 25 Aspirant/innen, in praktischen Fächern und in Fächern mit Leistungsgruppen sogar in Halbklassen.

Die individuelle Förderung sowie die Anleitung zum eigenverantwortlichen Verarbeiten der Ausbildungsinhalte sind der ZHPS wichtige Anliegen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.zhps.ch